Die Unterschiede im Detail
Die eigentliche Trennlinie zwischen beiden Getränken betrifft die Herstellung, den Druck in der Flasche und den Alkoholgehalt.
- Herstellung: Wein durchläuft nur eine Gärung, bei der frisch gepresster Traubensaft zu Alkohol vergärt. Ein solcher Stillwein kann dann als Grundwein für einen Sekt verwendet werden. Hierfür mischt der Winzer dem Wein Hefe und Zucker bei. Die Hefe startet eine zweite Gärung, die entweder im geschlossenen Tank oder direkt in der Flasche abläuft.
- Kohlensäuredruck: Wein bleibt vollkommen drucklos oder erreicht einen geringen Druck von unter einem Bar. Sekt dagegen fängt die bei der zweiten Gärung entstehende Kohlensäure im geschlossenen Behälter ein und erreicht dadurch mindestens 3,5 Bar.
- Alkoholgehalt: Sekt muss in Deutschland per Gesetz einen Mindestalkoholgehalt von 10 % vol. aufweisen. Bei Wein schwankt der Alkoholgehalt deutlich stärker und hängt von Rebsorte, Reifegrad der Trauben und Ausbau ab.
Die zweite Gärung erklärt auch, warum Sekt neben dem charakteristischen Prickeln meist auch spürbar spritziger und lebendiger schmeckt als Wein: Die feinen Bläschen tragen Aromen schneller an die Nase und sorgen für ein prickelndes Mundgefühl, das ein Stillwein naturgemäß nicht bietet.
Sekt, Prosecco und Champagner: Wo liegen die Grenzen?
Sekt, Prosecco und Champagner zählen alle zur Familie der Schaumweine, unterscheiden sich aber in Herkunft und Herstellungsverfahren. Wirf gerne einen Blick auf unser Champagner- und Prosecco-Sortiment, um die Unterschiede selbst zu erleben.
- Champagner darf ausschließlich aus der französischen Champagne stammen und durchläuft zwingend eine zweite Gärung in der Flasche.
- Prosecco kommt dagegen aus bestimmten Regionen Italiens, besteht überwiegend aus der Rebsorte Glera und reift meist im großen Tank statt in der einzelnen Flasche.
- Sekt ist im Vergleich dazu keine Herkunftsbezeichnung, sondern ein Qualitätsschaumwein, der aus verschiedenen Ländern und Rebsorten stammen kann.
Wein oder Sekt: Was passt zu welchem Anlass?
Wenn du einen entspannten Feierabend planst oder ein Essen begleiten möchtest, liegst du mit einem Rotwein (für Deftiges) oder Weißwein (für leichte Gerichte) meist richtig. Sekt eignet sich dagegen hervorragend für den Auftakt eines Abends, ein Anstoßen mit Freunden oder einen spontanen Umtrunk. Ein zugänglicher Einstieg für Sekt-Neulinge ist zum Beispiel der trockene Sekt von Rotkäppchen, den es übrigens auch in einer alkoholfreien Variante gibt. Der preiswerte Sekt ist unkompliziert im Geschmack und schnell aus dem Kühlschrank griffbereit. Wenn du es etwas trockener und feinperliger magst, findest du mit dem Dry Sekt von Jules Mumm eine Variante, die sich für einen spontanen Umtrunk mit Freunden ebenso eignet wie für den ersten Schluck zum Anstoßen. Stöbere gerne auch durch das umfangreiche Sekt-Sortiment von Club of Wine. Hier findest du weitere Stile – und bestimmt auch den richtigen Schaumwein für deinen Anlass.

FAQ: Häufige Fragen zu Sekt und Wein
Ja, für Sekt braucht es zunächst einen fertigen Grundwein, der wie normaler Wein aus vergorenem Traubensaft entsteht. Erst danach löst eine zweite Gärung mit Hefe und Zucker die charakteristische Kohlensäure aus.
Nein, Prosecco stammt ausschließlich aus bestimmten Regionen Italiens und besteht überwiegend aus der Rebsorte Glera. Sekt ist dagegen keine Herkunftsbezeichnung, sondern ein Qualitätsschaumwein, der aus unterschiedlichen Ländern und Rebsorten stammen kann.
Sekt muss in Deutschland einen Mindestalkoholgehalt von 10 % vol. erreichen. Bei Wein schwankt der Alkoholgehalt dagegen stärker und hängt von Rebsorte, Reifegrad der Trauben und Ausbau ab.
Trockener Sekt und trockener Wein liegen bei den Kalorien in einer ähnlichen Größenordnung. Der genaue Kaloriengehalt hängt zwar vom jeweiligen Wein bzw. Schaumwein ab, als Richtwert kannst du aber von ca. 150–160 kcal pro 100 ml ausgehen. Beide Getränke enthalten durch die vollständige Gärung nur wenig Restzucker. Süßere Varianten schlagen wegen des höheren Restzuckers mit mehr Kalorien zu Buche.
