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Weinempfehlung: Probiere diese drei Prosecchi
Ob als Aperitif, als Zutat im Spritz oder als eleganter Begleiter festlicher Anlässe – diese drei ausgewählten Prosecchi zeigen, wie vielfältig der italienische Schaumwein sein kann:
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Doppio Passo Prosecco Spumante Extra Dry
Ein fruchtbetonter, harmonischer Prosecco aus dem DOC-Anbaugebiet in Venetien. Mit seiner feinen, anhaltenden Perlage und Aromen von Apfel, Birne und zarten Zitrusnoten überzeugt er als unkomplizierter Allrounder. Die Tankgärung in modernen Drucktanks bewahrt die frischen Primäraromen der Glera-Rebsorte besonders gut. Dank seiner ausgewogenen Fruchtsüße eignet er sich ideal für den Spritz oder andere prickelnde Aperitif-Cocktails. -
Ruggeri Valdobbiadene Prosecco Superiore Brut »Quartese«
Dieser Prosecco Superiore liegt auf DOCG-Level und steht für höchste Qualität. Die steilen Hügel von Valdobbiadene bringen besonders ausdrucksstarke Grundweine hervor. In der Nase zeigen sich florale Noten, eine reife Frucht und elegante Mineralität. Am Gaumen wirkt der »Quartese« fein strukturiert, mit präziser Perlage und ausgewogener Säure. Wer wissen möchte, welcher Prosecco hochwertig ist, findet hier ein exzellentes Beispiel für Premium-Prosecco aus traditioneller Herstellung. -
Ruggeri Valdobbiadene Prosecco Superiore di Cartizze Brut
Die Bezeichnung »Cartizze« markiert die Spitze der Prosecco-Pyramide. Das besonders begrenzte Anbaugebiet innerhalb von Valdobbiadene umfasst einen exponierten Hügel. Die Trauben profitieren von sehr steilen, idealen Hanglagen, was sich in einem komplexen Aromenspiel mit feiner Frucht, Blütenanklängen und eleganter Süße widerspiegelt. Die besonders feine Perlage und die harmonische Struktur machen ihn zu einem stilvollen Schaumwein für besondere Anlässe. Ein Prosecco, der eindrucksvoll zeigt, warum Herkunft und Terroir im Friaul und in Venetien so entscheidend sind.

Was ist Prosecco?
Wenn es prickelnd, frisch und fruchtig schmeckt, dann ist ziemlich sicher ein Prosecco im Glas. Ob als schäumender Spumante oder feinperlender Frizzante – Prosecco ist Kult und herkunftsgeschützt. Seine Heimat ist Venetien und seine feinsten Spielarten entstehen in den Hügeln von Conegliano, Valdobbiadene und Asolo. Der Stil der leckeren Prickler ist einzigartig und die Vielfalt groß. Doch hinter den Verführern verbirgt sich ein klar geregeltes Qualitäts- und Herkunftssystem.
Prosecco darf nur aus bestimmten Anbaugebieten in Venetien und Friaul stammen. Grundlage ist ein sorgfältig gekelterter Grundwein aus Glera-Trauben, der anschließend seine feine Perlage durch eine zweite Gärung erhält – meist in großen Drucktanks. Diese sogenannte Tankgärung (auch Charmat-Methode genannt) unterscheidet ihn von Schaumweinen mit klassischer Flaschengärung. Das Ergebnis ist ein besonders frischer, fruchtbetonter Stil, der die Primäraromen der Rebsorte bewahrt.
Je nach Kohlensäuredruck unterscheidet man zwischen Prosecco Frizzante (Perlwein) und Prosecco Spumante (Schaumwein). Während Frizzante leichter prickelnd wirkt, überzeugt Spumante mit stärkerer, anhaltender Perlage und höherem Druck.
Herkunft und Geschichte: Woher kommt der Prosecco?
Die Wiege des Prosecco steht im malerischen Nordosten Italiens, genauer gesagt in den Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Sanfte Hügel, sonnenverwöhnte Weinberge und eine lange Weinbautradition prägen diese Gegend. Schon die Römer wussten die lokalen Weine zu schätzen, und im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich hier eine einzigartige Weinkultur. Benannt wurde Prosecco übrigens nach einem kleinen Dorf dieses Namens bei Triest.
Die Weinberge zwischen Conegliano und Valdobbiadene gelten als das Epizentrum des Prosecco und gehören seit 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Hier reift die Glera-Traube unter idealen Bedingungen für die Produktion von besonders hochwertigem Prosecco heran. Mal ist es mineralreicher Mergel, der dem Wein Struktur gibt, mal sorgt ein eher sandiger Untergrund für feine Aromen. Dazu kommt das Klima mit viel Sonne, aber nicht zu viel Hitze, und einer angenehmen Brise von den Bergen. Im größeren, flacheren Prosecco DOC-Gebiet sind die Böden oft vom Fluss angeschwemmt und bringen eher leichte, fruchtige Weine hervor. Kurz gesagt: Wo der Prosecco herkommt, das schmeckt man. Zumindest mit einiger Übung.
Die Herstellung von Prosecco: Charmat-Methode erklärt
Was Prosecco von prestigeträchtigem Champagner und vielen anderen Schaumweinen wie Sekt und Cava unterscheidet, ist die Methode seiner Herstellung. Die zweite Gärung, die für die feinen Bläschen sorgt, geschieht beim Prosecco nicht in der einzelnen Flasche wie bei der traditionellen Flaschengärung. Stattdessen gärt der Prosecco-Wein in großen Stahltanks. Dieser Prozess nennt sich im Italienischen (und Spanischen) Método Charmat; bei uns heißt er schlicht »Tankgärung«.
Diese Technik ist in der Regel wirtschaftlicher und zeitsparender zu handhaben als die traditionelle Flaschengärung. Aber es geht nicht nur um Fragen der ökonomischen Produktion: Dank des Ausbaus im Stahltank bleiben die primären, frischen, fruchtigen und blumigen Aromen der Glera-Rebsorte besonders gut erhalten. Während bei der Flaschengärung längere Reifezeiten auf der Hefe zu komplexeren, hefigen Noten führen, betont die Charmat-Methode die Lebendigkeit und Unkompliziertheit des Prosecco. Das Ergebnis ist ein charmant-unkomplizierter Schaumwein, lebendig und frisch – perfekt für den spontanen Genuss.
Die Glera-Traube und weitere Rebsorten
Ein kleiner historischer Exkurs, der zeigt, dass der prickelnde Genuss in »Italia nord-orientale« eine lange Tradition hat: Schon 1593 tauchte die Prosecco-Traube, die wir heute als Glera kennen, erstmals in den Annalen auf. Ein gewisser Feliciano Bonomo erwähnte sie in seinem Werk über die lokalen Weine der Region Treviso. Damals hieß die Traube noch genauso wie der spritzige Wein, für den sie die Basis bildet. Erst viel später, im Jahr 2009, wurde sie offiziell in Glera umbenannt, um den Namen »Prosecco« als geschützte Herkunftsbezeichnung zu sichern.
Mit mindestens 85 Prozent muss Glera den Löwenanteil eines Prosecco ausmachen. Die Aromenpalette dieser Traube ist angenehm frisch und fruchtig, mit Noten von knackigen Äpfeln und saftigen Birnen, oft begleitet von einem Hauch Zitrone oder Grapefruit. Dazu gesellen sich zarte blumige Anklänge, die an Akazienblüten erinnern können. Aus der Glera-Traube wird auch Stillwein gekeltert (»Vino Bianco da uve Glera«) – allerdings entfaltet die Traube ihr volles Potenzial und ihre charakteristischen Vorzüge am schönsten im Prickeln eines Prosecco. Ihre besonderen Qualitäten verleihen dem Prosecco seine animierende Frische und machen ihn zum unprätentiösen, einladenden Genuss.
Zur Bereicherung der Aromenvielfalt dürfen bis zu 15 Prozent andere Rebsorten aus der Region ihren Beitrag leisten. Jede von ihnen steuert eigene, feine Nuancen bei, ohne den charakteristischen Glera-Charakter zu überdecken:
- Verdiso: Säure und Struktur
- Bianchetta Trevigiana: Frische und Eleganz
- Perera: Birnenartige Noten
- Glera Lunga: Blumig-würzig
- Pinot Noir: Rote Beerenfrucht (für Prosecco Rosé)
Prosecco-Typen im Überblick: DOC, DOCG und Süßegrade
Die wichtigsten Informationen auf dem Etikett einer Prosecco-Flasche beziehen sich auf Herkunft und Stil. Die relevanten Qualitätsstufen sind DOC (Denominazione di Origine Controllata) und DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). DOCG-Prosecco stammt aus den qualitativ besonders hochwertigen Anbaugebieten Valdobbiadene oder Conegliano bzw. Asolo. Diese Regionen bürgen für höchste Qualität und traditionelle Produktionsmethoden. Die Herkunftsangabe Prosecco DOC bezieht sich wiederum auf ein deutlich größeres, weitläufiges Anbaugebiet, das sich über Teile der Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien erstreckt und die beiden DOCG-Gebiete umschließt.
Du möchtest herausfinden, welcher Prosecco-Typ am besten zu dir passt? Auch dafür lohnt sich der Blick auf das Etikett, denn der hier angegebene Süßegrad wirkt sich entscheidend auf den Geschmack aus. Eine kleine Geschmackslandkarte zur Orientierung:
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Bezeichnung |
Restzucker pro Liter |
Typisches Geschmacksprofil |
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Brut Nature |
unter 3 Gramm |
Sehr trocken, puristisch, betont mineralische Noten |
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Extra Brut |
0 bis 6 Gramm |
Sehr trocken, frisch, lebendig |
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Brut |
unter 12 Gramm |
Trocken, elegant, vielseitig |
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Extra Dry |
12 bis 17 Gramm |
Trocken bis halbtrocken, fruchtig, leicht süßlich |
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Dry |
17 bis 32 Gramm |
Halbtrocken, weich, deutliche Fruchtsüße |
Die beiden noch süßeren Varianten »Demi-Sec« und »Dolce« begegnen dir eher selten, da der moderne Geschmack tendenziell trockenere und weniger restsüße Schaumweine bevorzugt. Früher waren sie populärer, aber heute liegt der Fokus meist auf der Frische und den feinen Fruchtaromen.
Frizzante vs. Spumante: Ein Unterschied, der prickelt
Mancher Prosecco kitzelt nur sanft am Gaumen, ein anderer schäumt schon im Glas recht temperamentvoll – der kleine, aber feine Unterschied zwischen Frizzante und Spumante. Frizzante ist die charmante Zurückhaltung in flüssiger Form, mit weniger Kohlensäuredruck und einem leichten Prickeln, das angenehm auf der Zunge tanzt. Spumante dagegen ist die volle Ladung Sprudelspaß, mit mehr Druck und einer lebhaften, anhaltenden Perlage, die fast schon ein kleines Feuerwerk im Glas veranstaltet. Aber woher kommt dieser Unterschied? Die folgende Tabelle erläutert es:
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Merkmal |
Frizzante (Perlwein) |
Spumante (Schaumwein) |
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Kohlensäuredruck |
1 – 2,5 bar |
Mindestens 3 bar |
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Perlage |
Fein, leicht prickelnd |
Ausgeprägt, anhaltend |
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Herstellung |
Zweite Gärung im Tank (möglich, aber nicht zwingend) oder Zugabe von Kohlensäure vor der Abfüllung in die Flasche |
Immer zweite Gärung (meist Charmat-Methode) |
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Verschluss |
Schraubverschluss, Kork mit Kordel |
Kork mit Agraffe (Drahtbügel) |
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Typischer Eindruck |
Sanft, unkompliziert |
Lebhaft, festlich |
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Stil |
Italienische Perlweine |
Italienische Schaumweine |
Genussmomente mit Prosecco: Servieren, Essen, Cocktails
Prosecco ist ein unglaublich vielseitiger Genussbegleiter, aber mit ein paar einfachen Tipps kannst du dein Erlebnis noch optimieren. Die ideale Trinktemperatur liegt zwischen 6 und 8 Grad Celsius. So kommt das Zusammenspiel aus feinen Aromen und lebendiger Perlage am besten zur Geltung.
- Prosecco ist nicht nur ein animierender Aperitif, sondern auch ein exzellenter Speisebegleiter und quasi als Teamplayer in Cocktails geboren.
- Seine Frische und die fruchtigen Noten harmonieren wunderbar mit leichten Vorspeisen wie Bruschetta oder Antipasti, mit delikaten Fisch- und Meeresfrüchtegerichten, mit sommerlichen Salaten und sogar mit milden Käsesorten.
- Er brilliert auch als fantastische Basis für beliebte und erfrischende Mixgetränke wie den klassischen Spritz, den fruchtigen Bellini (mit Pfirsichpüree) oder einen spritzigen Hugo (mit Holundersirup, Minze und Limette). Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
- Prosecco hat einen Alkoholgehalt, der sich meist zwischen moderaten 10,5 bis 12,5 Volumenprozent bewegt. Das macht ihn zum angenehmen Begleiter für verschiedene Tageszeiten und Anlässe, vom lockeren Brunch bis zum festlichen Dinner.
Speiseempfehlung: Montecelli Prosecco zu Zitronen-Ricotta-Crostini mit Kräutern
Der Montecelli Prosecco präsentiert sich frisch, fruchtbetont und lebendig – mit typischen Aromen von grünem Apfel, Birne und feinen Zitrusnoten. Besonders harmonisch wirkt er in Kombination mit Zitronen-Ricotta-Crostini mit frischen Kräutern. Die cremige Ricotta-Basis greift die milde Fruchtigkeit des Prosecco auf, während Zitronenabrieb und ein Spritzer Zitronensaft die animierende Weinsäure des Schaumweins spiegeln. Frisch gehackte Kräuter wie Basilikum oder Thymian unterstreichen die floralen Nuancen der Rebsorte Glera und bringen zusätzliche Aromatiefe ins Spiel.
Geröstetes Baguette oder Ciabatta liefert den nötigen Kontrast zur cremigen Textur und nimmt gleichzeitig die frische Struktur des Weins auf. Durch die Tankgärung behält der Montecelli Prosecco seine klare, fruchtige Stilistik – ein Vorteil, wenn Speisen nicht zu schwer oder dominierend sein sollen. Gerade als Auftakt eines Abends zeigt sich hier, warum Prosecco als prickelnde Alternative zu klassischem Sekt oder anderen Schaumweinen so beliebt ist.

Prosecco bei Club of Wine bestellen
Egal, ob du einen eleganten Spumante für besondere Feierlichkeiten, einen frischen Frizzante für unbeschwerte Stunden oder einfach nur einen guten Prosecco für den täglichen Genuss suchst – in unseren virtuellen Weinregalen wirst du garantiert fündig.
Da sind etwa die eleganten und vielschichtigen Prosecchi des renommierten Herstellers Ruggeri oder die feinen und charaktervollen Kreationen von Casa Canevel. Nicht zu vergessen die Linie Doppio Passo, die neben ihren bekannten Rotweinen auch herrlich unkomplizierte Prosecco-Varianten umfasst, perfekt für den spontanen Genuss.
Kurz – wenn du Prosecco kaufen möchtest, ist der Club of Wine die erste Adresse. Lass dich von unserer vielfältigen Auswahl inspirieren und finde den perfekten Prosecco für deine Genussmomente. Unser Team steht dir gerne mit Rat und Tat zur Seite!
FAQ – Häufige Fragen zu Prosecco
Als besonders hochwertig gelten Prosecchi mit der Bezeichnung Valdobbiadene Prosecco Superiore DOCG oder »Superiore di Cartizze«. Sie stammen aus streng kontrollierten Anbaugebieten und überzeugen durch ihre feine Perlage und komplexe Aromatik.
Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung für Schaum- oder Perlwein aus Venetien und Friaul und wird überwiegend aus der Rebsorte Glera hergestellt. Sekt ist ein Oberbegriff für Schaumwein aus verschiedenen deutschen oder österreichischen Anbaugebieten und Rebsorten. Zudem entsteht Prosecco durch Tankgärung, hochwertiger Sekt oft durch Flaschengärung.
Hochwertig ist Prosecco mit DOCG-Status, insbesondere aus den Regionen Valdobbiadene, Conegliano und Asolo. Eine feine Perlage, ausgewogene Säure und klare Fruchtaromen sind typische Qualitätsmerkmale.
Ein guter Prosecco aus dem DOC-Gebiet ist bereits im mittleren Preissegment erhältlich. Für DOCG-Qualitäten oder Cartizze-Lagen liegt der Preis entsprechend höher.
Prosecco ist nicht per se teurer als Sekt. Der Preis hängt von Herkunft, Produktionsauflagen und Qualität ab. Prosecco aus DOCG-Lagen mit strengen Ertragsregeln kann allerdings teurer sein als ein Sekt mit Basisqualität.

